17.10.2018 - Armut ist keine Straftat!

Pressemitteilung

Osnabrück/Dortmund/Düsseldorf 17.10.2018

Armut ist keine Straftat!
Internationaler Tag gegen Armut und Ausgrenzung in Osnabrück

Unter dem Motto „Menschen mit Armutserfahrungen organisieren sich“ hat in Osnabrück in Kooperation von SKM Bundesverband und SkF Gesamtverein die zentrale Veranstaltung zum Internationalen Tag gegen Armut und Ausgrenzung stattgefunden. In verschiedenen Workshops wurden unter Leitung und Beteiligung von Menschen mit Armutserfahrungen die Themen „Partizipation“, „Armut ist weiblich“ und “Umgang mit dem Job-Center“ diskutiert.
„Armut ist keine Straftat, auch wenn dieser Eindruck häufig erweckt wird!“, empörte sich Robert Trettin, stellvertretender Sprecher der Nationalen Armutskonferenz. Er ist davon überzeugt, dass sich nichts ändert, „wenn wir nicht selbst auf die Straße gehen“. Als Experten in eigener Sache müssten Menschen mit Armutserfahrungen auf Augenhöhe beteiligt werden. „Menschen, die eigene Erfahrungen mit Armut gemacht haben, müssen auch in zentrale Entscheidungen in Politik und Gesellschaft eingebunden sein.“

„Der soziale Wohnungsbau, insbesondere für Frauen mit Kindern, muss deutlich angekurbelt werden. Es müssen mehr Plätze in Frauenhäusern geschaffen und deren Finanzierung verbessert werden“, fasste Karin Wilke die Forderungen der Frauen im Workshop „Armut ist weiblich“ zusammen.“ Außerdem seien kostenlose Weiterbildungen für Frauen zur Nutzung von Medien notwendig. Für Migrantinnen stellen sich die Fragen nach Kultur und Geschichte in Deutschland sowie nach den hier herrschenden Gesetzen und den damit für sie verbundenen Rechten. Gleichfalls forderten die teilnehmenden Frauen Treffpunkte wie beispielsweise Cafés oder Arbeitslosenzentren, in denen sie Erfahrungen austauschen und sich organisieren könnten.

Viele Teilnehmenden benannten ihre negativen Erfahrungen mit Jobcentern. Erhard Beckers, Fachreferent für besondere Lebenslagen und Armutsfragen des SKM Bundesverbands und Brunhilde Ludwig, Referentin für Armutsbekämpfung und -prävention im SkF Gesamtverein benannten als wesentliche Forderungen der Teilnehmenden: „Es müssen Kontrollinstanzen von außen für die Jobcenter eingerichtet werden, die Rechtsdurchsetzung für Arbeitslosengeld II (ALGII)- Empfänger deutlich erleichtert und die Antragsverfahren für den Bezug von ALG II vereinfacht werden. Außerdem müssen Wege zur Stabilisierung der Wohnsituation von Leistungsbeziehenden gefunden werden, die durch steigende Mieten insbesondere in Ballungsräumen gefährdet ist. Nicht zuletzt müssen die Regelsätze, die Mietobergrenzen und die Freibeträge bei der Anrechnung von Einkommen erhöht werden.“

Sich gemeinsam auszutauschen zu konkreten Erfahrungen von Armut in einem solchen Format wurde von Teilnehmenden und Veranstaltern als sinnvoll bewertet.

Der 1912 gegründete SKM Bundesverband unterstützt mit seinen 127 Mitgliedsvereinen Menschen in materieller und psychosozialer Not. Die Hilfe richtet sich insbesondere an gefährdete Jugendliche, wohnungslos und straffällig gewordene Menschen mit ihren Angehörigen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Unterstützung und ggf. rechtlichen Vertretung von Menschen, die ihre Anliegen nicht selbstständig erledigen können. Hilfe leisten ehrenamtliche und berufliche Mitarbeiter durch Beratung und Begleitung.

Kontakt/Redaktion:
Erhard Beckers/ Referent Besondere Lebenslagen und Armutsfragen des SKM Bundesverband
Sternstraße 71-73, 40479 Düsseldorf
Telefon: 0172/6755792
E-Mail: This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

Der SkF unterstützt mit rund 10.000 Mitgliedern und 9.000 Ehrenamtlichen sowie 6.500 beruflichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in bundesweit 143 Ortsvereinen Frauen, Kinder, Jugendliche und Familien, die in ihrer aktuellen Lebenssituation auf Beratung oder Hilfe angewiesen sind. Sein Angebot umfasst u. a. 120 Schwangerschaftsberatungsstellen, 91 Betreuungsvereine, 38 Frauenhäuser, 36 Kindertageseinrichtungen, 34 Mutter-Kind-Einrichtungen, 31 Dienste der Kindertagespflege sowie 22 Adoptions- und 35 Pflegekinderdienste. Der SkF ist Mitglied im Deutschen Caritasverband.

Kontakt/Redaktion:
Brunhilde Ludwig, Fachreferentin für Armutsbekämpfung/Armutsprävention, Integration durch Arbeit / Allgemeine Sozialberatung
Sozialdienst katholischer Frauen Gesamtverein e.V.
Agnes-Neuhaus-Str. 5, 44135 Dortmund
Tel. 0231 557026-10, Fax 0231 557026-60, E-Mail: This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

Armutsrisiko Frausein

Armut hat oft ein weibliches Gesicht

Berlin/ Dortmund/ Freiburg, 1.10.2018. Das Armutsrisiko von Frauen liegt weiterhin deutlich über dem der Männer – darauf machten anlässlich einer gemeinsamen Tagung in Berlin der Deutsche Caritasverband (DCV), der Katholische Verband für Mädchen- und Frauensozialarbeit (IN VIA) und der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) aufmerksam. „Armut hat oft ein weibliches Gesicht“, so das Fazit der Verbände. „Armut beginnt für Frauen sehr häufig dann, wenn familiäre Konstellationen die eigene Berufsbiografie behindern, oder die Entlohnung so niedrig ist, dass sie auch bei Alleinstehenden für eine eigenständige Existenzsicherung nicht ausreicht.

Frauen tragen weiterhin den deutlich höheren Anteil an Sorge- und Pflegeaufgaben. Elternzeiten und die Pflege von Angehörigen führen dazu, dass Frauen gar nicht, nur in Teilzeit oder in Minijobs erwerbstätig sind. Eine eigenständige wirtschaftliche Existenz und eine auskömmliche Rente können sie damit nicht erwirtschaften. Bei Krankheit und Tod des Partners sowie nach Trennungen führt dies für sie oft in finanzielle Not.

„Der berufliche Wiedereinstieg von Frauen ist immer noch durch tradierte Rollenbilder in Betrieben und in Familien erschwert. Es braucht gezielte Unterstützungsmodelle. Dazu gehört für uns, dass vollzeitnahe oder Vollzeiterwerbstätigkeit für Mütter und die Übernahme von Leitungsaufgaben auch in Teilzeit aktiv gefördert werden“, fordert Renate Jachmann-Willmer, Bundesgeschäftsführerin des SkF. Zudem müsse die Bezahlung in den Sorge- und Pflegeberufen, in denen zumeist Frauen tätig sind, deutlich angehoben werden.

Die Armutsgefährdung nach Trennung und Scheidung ist deutlich erhöht. In Familien, in denen die Sorge für die Kinder bei einem Elternteil alleine liegt, reicht – wie in anderen Einverdienerhaushalten – das Einkommen häufig nicht zur Existenzsicherung. Besonders Frauen sind stark betroffen, da die Kinder meist bei ihnen leben. Es ist für sie schwierig, eine existenzsichernde Arbeit zu finden, weil zeitlich flexible Kinderbetreuungsplätze sowie kreative Zeitmodelle bei potenziellen Arbeitgebern fehlen. „Neben einer verlässlichen Kinderbetreuung ist eine angemessene Arbeitsteilung der Sorge- und Erziehungsarbeit zwischen den Eltern eine wichtige Voraussetzung für den Zugang zur Erwerbsarbeit. Fehlanreize bei der Familienbesteuerung und der Familienförderung sowie die sogenannten Minijobs, die das Partnerschaftsmodell der Zuverdienstehe begünstigen, sind zu beheben“, erklärt IN VIA-Generalsekretärin Marion Paar.

„Wir brauchen eine Abschaffung der Steuerklasse V, eine Reform des Ehegüterrechts zur Errungenschaftsgemeinschaft“, unterstreicht Eva M. Welskop-Deffaa, Vorstand Sozial- und Fachpolitik des DCV. „Zeiten der Kindererziehung und der Sorge für Angehörige sind bei der Rente stärker zu berücksichtigen. Vorschläge zur Einführung eines permanenten Versorgungsausgleichs in der gesetzlichen Rentenversicherung, die seit Jahren diskutiert werden, müssen von der Rentenkommission der Bundesregierung endlich aufgegriffen werden.“

Kontakt:
Elise Bohlen
Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit
IN VIA Katholischer Verband für Mädchen- und Frauensozialarbeit - Deutschland e.V.
Tel. 0761 200-639
E-Mail: This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

Nadine Mersch
Leiterin Stabsstelle Sozialpolitik und Öffentlichkeitsarbeit
Sozialdienst katholischer Frauen Gesamtverein e.V.
Tel. 0231 557026-25
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Anja Stoiser
Stellv. Pressesprecherin
Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutscher Caritasverband e.V.
Tel. 030 28444-744
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Stellenausschreibung für die Schwangerschaftsberatung für Geflüchtete und ihre Familien in Altona

Die Beratungsstelle für Frauen, Familien und Schwangere des SkF e.V. Hamburg-Altona hält Angebote im Bereich Schwangerschaftsberatung gemäß § 2 SchKG und Frühe Hilfen vor. Frauen und Familien unabhängig von Nationalität und Religion werden zu allen Fragen rund um Schwangerschaft und Geburt beraten und unterstützt.

Für unser Angebot

SICHER ANKOMMEN

Schwangerschaftsberatung für Geflüchtete und ihre Familien in Altona suchen wir

zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine SozialpädagogIn/SozialarbeiterIn für 19,5 Wochenstunden.

Das Angebot besteht seit 2015 und ist kontinuierlich weiterentwickelt worden. Die ausgeschriebene Stelle wird aus Mitteln des Bezirksamtes Altona finanziert und besteht aus zwei Teil-Angeboten, die inhaltlich im Rahmen der Frühen Hilfen verzahnt sind. Die Stelle ist zunächst befristet bis zum 31.12.2018. Vorbehaltlich einer weiteren Förderung planen wir eine Fortführung der Stelle in 2019.

Ihre Aufgaben:

  • Beratung und Begleitung von geflüchteten Schwangeren und Familien mit Kindern von 0-3 Jahren
  • Außensprechstunden in Erstaufnahmeeinrichtungen, Wohnunterkünften und eigenem Wohnraum
  • Aufsuchende Beratung und Einzelfallbetreuung
  • Netzwerkarbeit und Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen
  • Allgemeine Verwaltungstätigkeiten/Korrespondenz
  • Dokumentation/Statistik

Ihr Profil:

  • Methodische Beratungskompetenz
  • Eigenverantwortliches strukturiertes Arbeiten
  • Hohe soziale Kompetenz, Flexibilität und Kontaktfähigkeit
  • Umfassende Fachkenntnisse aller für das Arbeitsgebiet relevanten Rechtsnormen (§ 2 SchKG, SGB II/XII, AsylBlG, Kinderschutz)
  • Vertraut mit sozialräumlichen Angeboten
  • Gute MS-Office-Kenntnisse
  • Fachhochschul- bzw. Bachelorabschluss über die Staatliche Anerkennung als SozialarbeiterIn oder SozialpädagogIn oder vergleichbarer Abschluss

Wir suchen eine Kollegin mit Berufserfahrung für eine abwechslungsreiche Tätigkeit und gern mit Migrationshintergrund und Mehrsprachigkeit. Erfahrungen in der interkulturellen Arbeit sind uns wichtig. Kirchenzugehörigkeit ist wünschenswert.

Wir bieten Einbindung in ein erfahrenes Team sowie regelmäßige Fortbildung und Supervision. Vergütung erfolgt nach AVR des Caritasverbandes mit kirchlicher Zusatzversorgung.

Ihre aussagefähige Bewerbung senden Sie bitte an den SkF e.V. Hamburg-Altona, z.Hd. Frau Maihofer, gern per Email an This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. oder Schomburgstraße 120, 22767 Hamburg
Hamburg, den 01.08.2018

Stellenausschreibung als PDF

21.06.2018 - Im Mittelpunkt der Reproduktionsmedizin muss das Kindeswohl stehen

Pressemitteilung

21.06.2018

Im Mittelpunkt der Reproduktionsmedizin muss das Kindeswohl stehen

Dortmund/Bergisch Gladbach, 21.06.2018. Schwerpunktthema am letzten Tag der Delegiertenversammlung 2018 des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) in Bergisch Gladbach war das Thema „Reproduktionsmedizin“. Der Frauenfachverband ist u. a. Träger von Schwangerschaftsberatungsstellen und Adoptions- und Pflegekinderdiensten. In diesen, wie in anderen sozialen Diensten, ist der SkF mit Fragen und Sorgen von werdenden Eltern und Paaren mit Kinderwunsch befasst. Gastrednerin war Frau Prof. Dr. Bobbert, Direktorin des Moraltheologischen Instituts der katholischen Fakultät der Universität Münster. In ihrem Vortrag referierte sie zu den aktuellen Fragen der Reproduktionsmedizin und plädierte für eine standardmäßige psycho-soziale Beratung für Paare mit dem Wunsch nach Kindern. Der Forderung von Prof. Bobbert nach einer verantworteten Elternschaft mit Priorität des Kindeswohls schließt sich der SkF voll an. „Gesellschaftliche grundsätzliche Diskussionen zu den Möglichkeiten und Folgen der Reproduktionsmedizin finden kaum statt, während die medizinische Entwicklung rasant verläuft und zu neuen Realitäten führt“, bemängelt SkF Bundesvorsitzende Dr. Anke Klaus. Der Frauenwohlfahrtsverband hält eine Intensivierung der gesellschaftlichen Diskussion für erforderlich und will mit seiner Positionierung, die das Kindeswohl in den Mittelpunkt stellt, zu einem breiten ethischen Diskurs beitragen. Mit einer großen Mehrheit wurde ein Positionspapier „für einen ethischen Diskurs zu den Herausforderungen der Reproduktionsmedizin“ von den 130 Delegierten beschlossen.

Auf der Delegiertenversammlung treffen sich Vertreterinnen und Vertreter der bundesweit rund 140 SkF Ortsvereine, um über aktuelle und zukünftige Herausforderungen in den sozialen Fachdiensten und Einrichtungen zu beraten und Entscheidungen zu treffen.

Der SkF unterstützt mit rund 10.000 Mitgliedern und 9.000 Ehrenamtlichen sowie 6.500 beruflichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in bundesweit 143 Ortsvereinen Frauen, Kinder, Jugendliche und Familien, die in ihrer aktuellen Lebenssituation auf Beratung oder Hilfe angewiesen sind. Sein Angebot umfasst u. a. 120 Schwangerschaftsberatungsstellen, 91 Betreuungsvereine, 38 Frauenhäuser, 36 Kindertageseinrichtungen, 34 Mutter-Kind-Einrichtungen, 31 Dienste der Kindertagespflege sowie 22 Adoptions- und 35 Pflegekinderdienste. Der SkF ist Mitglied im Deutschen Caritasverband.

Nadine Mersch, Stabsstelle Sozialpolitik und Öffentlichkeitsarbeit
Sozialdienst katholischer Frauen Gesamtverein e.V.
Agnes-Neuhaus-Str. 5, 44135 Dortmund

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Fax 0231 557026-60
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20.06.2018 - Wohnungsnot muss effektiver bekämpft werden

Pressemitteilung

20.06.2018

Wohnungsnot muss effektiver bekämpft werden

Dortmund/Bergisch Gladbach, 20.06.2018. Die Delegiertenversammlung 2018 des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) begann gestern in Bergisch Gladbach. Über 130 Delegierte aus den bundesweit rund 140 Ortsvereinen diskutieren drei Tage über die inhaltliche und organisatorische Ausrichtung des Vereins. Schwerpunkt des ersten Tages war das Thema Wohnungsnot/ Wohnungslosigkeit. „Frauen und ihre Familien trifft drohende Wohnungslosigkeit bzw. das Problem des mangelnden bezahlbaren Wohnraums anders als Männer. Der SkF als Frauenwohlfahrtsverband greift diese Problematik auf und setzt sich für die Verbesserung der Situation ein“, so SkF Bundesvorsitzende Dr. Anke Klaus. In den SkF Ortsvereinen gibt es viele Projekte, die wohnungslosen und wohnungssuchenden Frauen und ihren Familien helfen. Exemplarisch wurden einige Projekte vorgestellt. Ulrich Müller, Geschäftsführer des KSD Katholischer Siedlungsdienst e.V., diskutierte mit den Delegierten, welche Maßnahmen durch kirchliche Organisationen angegangen werden. Staat, Kirche sowie Bau- und Immobilienwirtschaft sollen aus Sicht des SkF offensiv motiviert werden, sich für bezahlbare Wohnräume einzusetzen und sich endlich dieses drängenden Problems anzunehmen: „Die Zahl der Wohnungslosen und derer, die von Wohnungslosigkeit bedroht sind, steigt ständig. Es kann nicht sein, dass in einem Land wie Deutschland gerade für Frauen, ihre Kinder und Familien bezahlbarer Wohnraum Mangelware ist“, betont SkF Bundesvorsitzende Dr. Anke Klaus, „dieser gesellschaftliche Missstand muss umgehend behoben werden.“

Der SkF unterstützt mit rund 10.000 Mitgliedern und 9.000 Ehrenamtlichen sowie 6.500 beruflichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in bundesweit 143 Ortsvereinen Frauen, Kinder, Jugendliche und Familien, die in ihrer aktuellen Lebenssituation auf Beratung oder Hilfe angewiesen sind. Sein Angebot umfasst u. a. 120 Schwangerschaftsberatungsstellen, 91 Betreuungsvereine, 38 Frauenhäuser, 36 Kindertageseinrichtungen, 34 Mutter-Kind-Einrichtungen, 31 Dienste der Kindertagespflege sowie 22 Adoptions- und 35 Pflegekinderdienste. Der SkF ist Mitglied im Deutschen Caritasverband.

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14.04.2018 - Woche für das Leben - Klares Nein zum sogenannten Bluttest

Pressemitteilung

14.04.2018

Woche für das Leben
Klares Nein zum sogenannten Bluttest

Der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF), die Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie e.V. (CBP) und der Deutsche Caritasverband (DCV) kritisieren anlässlich der diesjährigen Woche für das Leben die geplante Ausweitung der kassenärztlichen Leistungen in der Schwangerschaftsvorsorge auf den sogenannten Bluttest.

Berlin/Dortmund, 14.04.2018. Die Schwangerschaftsvorsorge hat sich rasant weiter entwickelt. Immer mehr Risiken für Mutter und Kind können frühzeitig entdeckt und vermieden werden. Diese grundsätzlich gute Entwicklung zeigt gleichzeitig auch negative Auswirkungen. So führt die Möglichkeit, geschädigte Chromosomen zu identifizieren, heute bereits in vielen Fällen dazu, dass bei einem Hinweis auf ein Down-Syndrom-Risiko des Kindes die Schwangerschaft abgebrochen wird.

Der Wunsch von Eltern nach einem gesunden Kind ist verständlich. Dieser Wunsch kann jedoch nicht der alleinige Bewertungsmaßstab der Entscheidung für oder gegen die Fortführung einer Schwangerschaft sein. In kritischen Situationen gilt es, betroffene Frauen und Männer zu begleiten, zu beraten und über das Leben mit einem Kind mit Down-Syndrom zu informieren. Eine lebensbejahende Gesellschaft zeigt sich gerade im Umgang mit den individuellen Fähigkeiten, Unzulänglichkeiten und Einschränkungen ihrer Mitglieder.

Die Aufnahme des Bluttests in die kassenärztlichen Leistungen ist jedoch als Hinweis darauf zu verstehen, dass Menschen mit Behinderungen in unserer Gesellschaft zunehmend nicht mehr erwünscht sind. Die Erfahrungen der katholischen Schwangerschaftsberatung zeigen deutlich, dass der Druck auf Eltern wächst, nach Möglichkeit Erkrankungen oder Auffälligkeiten des ungeborenen Kindes frühzeitig aufzudecken und gegebenenfalls dafür zu sorgen, dass dieses Kind nicht geboren wird.

„Wenn sich der Wert eines Menschen danach bemisst, ob er nach gängigen Vorstellungen gesund ist, dann führt dies dazu, Menschen in lebenswert und nicht lebenswert einzuteilen. Diese Entwicklung gilt es zu verhindern“, betont Caritas-Präsident Peter Neher. Denn sonst wächst die Gefahr, dass das, was für den ungeborenen Menschen gilt, auch schnell zum Maßstab für jeden Menschen werden kann.

„Wir wollen in einer Welt leben, in der der Grundkonsens weiter besteht, dass jedes Leben mit der gleichen Würde ausgestattet ist“, macht Anke Klaus, Bundesvorsitzende des SkF, deutlich. „Behinderung droht als Lebensäußerung unter Generalverdacht gestellt zu werden. Das gilt es zu verhindern“, so Johannes Magin, CBP Vorsitzender.

CBP, DCV und SkF setzen sich entschieden für das Recht jedes Menschen auf Leben ein, unabhängig von seinen Fähigkeiten oder Einschränkungen. Die Verbände lehnen die Ausweitung der kassenärztlichen Regeluntersuchung auf den sogenannten Bluttest ab.

Mit Fragen rund um das Thema Schwangerschaft und Pränataldiagnostik beschäftigt sich in diesem Jahr die von evangelischer und katholischer Kirche gemeinsam getragene Woche für das Leben unter der Überschrift „Kinderwunsch - Wunschkind – Unser Kind". Zahlreiche Schwangerschaftsberatungsstellen in Trägerschaft von Caritas und Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) sowie Einrichtungen des CBP bieten in der Woche für das Leben Veranstaltungen an.

Mit der von der Deutschen Bischofskonferenz und dem Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland gemeinsam getragenen Aktion Woche für das Leben leisten die Kirchen seit mehr als 20 Jahren einen wichtigen Beitrag zur Bewusstseinsbildung für den Wert und die Würde des menschlichen Lebens. Nähere Informationen und Materialien zur diesjährigen Aktionswoche vom 14.4.-21.4.2018 erhalten Sie unter: www.woche-fuer-das-leben.de

14.03.2018 - Neue Bundesregierung muss Frauenrechte stärken

Pressemitteilung

14.03.2018

Neue Bundesregierung muss Frauenrechte stärken

Dortmund, 14.03.2018. „Gleichstellung von Frauen und Männern ist eine Frage der Gerechtigkeit. Sie ist Voraussetzung und Motor für nachhaltige Entwicklung und die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft, national und international“, so steht es im Koalitionsvertrag von CDU/CSU und der SPD, der Grundlage der Regierungsarbeit ist. Gestern wurde Angela Merkel als Bundeskanzlerin wiedergewählt und die Mitglieder der Bundesregierung vereidigt. Der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) gratuliert Angela Merkel zu ihrer Wiederwahl und fordert sie auf, gemeinsam mit der Bundesregierung weiter für die Gleichstellung der Geschlechter einzutreten.

Obwohl mit Angela Merkel seit fast 13 Jahren eine Frau Deutschland regiert, ist die Gleichstellung von Frauen und Männern immer noch nicht verwirklicht. Noch immer erhalten Frauen für die gleiche Arbeit weniger Lohn als Männer. Dies und die Tatsache, dass Frauen oft in schlechtbezahlten sozialen Berufen arbeiten und für Sorge- und Pflegearbeit ihre Berufstätigkeit häufiger als Männer unterbrechen, sorgt dafür, dass Frauen für ihre Alterssicherung weniger ansparen können und im Alter häufiger als Männer von Armut bedroht sind.

Die herrschenden strukturellen Bedingungen in Deutschland erschweren Frauen, ihre beruflichen Perspektiven zu realisieren. Frauen und Männer sehen oft nicht die Möglichkeit, die Zeit für den Beruf so aufzuteilen, wie es ihren Vorstellungen eines partnerschaftlichen Miteinanders in der Familie entspricht. Daher fordert die Bundesvorsitzende des SkF, Dr. Anke Klaus: „Die Erwerbs- und Sorgearbeit muss weiter neu gestaltet werden, um Frauen und Männern gleiche Chancen zur Verwirklichung ihrer Lebensvorstellungen zu bieten.“

Der SkF unterstützt mit rund 10.000 Mitgliedern und 9.000 Ehrenamtlichen sowie 6.500 beruflichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in bundesweit 143 Ortsvereinen Frauen, Kinder, Jugendliche und Familien, die in ihrer aktuellen Lebenssituation auf Beratung oder Hilfe angewiesen sind. Sein Angebot umfasst u. a. 120 Schwangerschaftsberatungsstellen, 91 Betreuungsvereine, 38 Frauenhäuser, 36 Kindertageseinrichtungen, 34 Mutter-Kind-Einrichtungen, 31 Dienste der Kindertagespflege sowie 22 Adoptions- und 35 Pflegekinderdienste. Der SkF ist Mitglied im Deutschen Caritasverband.

Nadine Mersch, Stabsstelle Sozialpolitik und Öffentlichkeitsarbeit
Sozialdienst katholischer Frauen Gesamtverein e.V.
Agnes-Neuhaus-Str. 5, 44135 Dortmund

Tel. 0231 557026-25
Fax 0231 557026-60
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07.03.2018 - Bessere Löhne in Pflege- und Sozialberufen

Pressemitteilung

07.03.2018

Bessere Löhne in Pflege- und Sozialberufen

Dortmund, 07.03.2018. Anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März fordert der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) die neue Bundesregierung auf, ernsthaft für eine bessere Bezahlung in den Pflege- und Sozialberufen einzutreten.

In der Alten- und Krankenpflege sowie in den Sozial- und Erziehungsberufen arbeiten überproportional viele Frauen. Sie übernehmen mit hoher Qualifikation, großem Engagement und viel persönlichem Einsatz Aufgaben, die für einzelne Menschen und unsere gesamte Gesellschaft unerlässlich sind. Leider gelten diese Berufe als nicht besonders wertgeschätzt, auch weil sie nicht angemessen vergütet werden. CDU/CSU und SPD haben im Koalitionsvertrag eine bessere Bezahlung dieser Berufsgruppen vereinbart.

Der SkF fordert die neu entstehende Bundesregierung auf, dieses Vorhaben zügig umzusetzen. Die bessere Bezahlung der wichtigen Pflege- und Sozialberufe ist ein entscheidender Schritt zu mehr Anerkennung und zur Steigerung der Attraktivität der Berufe. Zudem ist diese Maßnahme unerlässlich zur Schließung der Lohnlücke zwischen Frauen und Männern, zwischen technischen Berufen und sozialer Arbeit. „Frauen und Männer, die unsere Kranken pflegen, unsere Alten auf dem letzten Lebensweg begleiten, unsere Kinder betreuen und beim Start ins Leben unterstützen dürfen nicht mit schlechten Löhnen, die zu eigenständigem Lebensunterhalt oder einer auskömmlichen Rente oft nicht reichen, bestraft werden“, untermauerte SkF Bundesvorsitzende Dr. Anke Klaus ihre Forderung.

Der SkF unterstützt mit rund 10.000 Mitgliedern und 9.000 Ehrenamtlichen sowie 6.500 beruflichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in bundesweit 143 Ortsvereinen Frauen, Kinder, Jugendliche und Familien, die in ihrer aktuellen Lebenssituation auf Beratung oder Hilfe angewiesen sind. Sein Angebot umfasst u. a. 120 Schwangerschaftsberatungsstellen, 91 Betreuungsvereine, 38 Frauenhäuser, 36 Kindertageseinrichtungen, 34 Mutter-Kind-Einrichtungen, 31 Dienste der Kindertagespflege sowie 22 Adoptions- und 35 Pflegekinderdienste. Der SkF ist Mitglied im Deutschen Caritasverband.

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15.12.2017 - Udo Lindenberg und das Bonifatiuswerk spenden 24.000 Euro an das Wohnhaus Johanna

Panikrocker Udo Lindenberg und das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken spenden 24.000 Euro an das Frauenwohnhaus „Johanna“ in Hamburg. Das Wohnhaus ist ein Ort, an dem Frauen Zuflucht finden, die psychisch und physisch Gewalt erfahren haben. Die Spendensumme ist der Erlös aus der Kunstausstellung "Udos 10 Gebote", die das Bonifatiuswerk während des Paderborner Liborifestes im Juli 2017 in der Gaukirche in Paderborn gezeigt hatte.

Das Bonifatiuswerk als Organisator der eintrittsfreien Ausstellung hatte die Besucher, gemeinsam mit Udo Lindenberg, um eine Spende für das Wohnhaus "Johanna" gebeten. An nur neun Tagen kamen 47.000 Besucher in die Ausstellung. Zudem wurden limitierte Sonderdrucke zweier Ausstellungsbilder, Bildbände und eine limitierte Sonderbriefmarke in einer Auflage von 3.000 Briefmarken angeboten.

Udo Lindenberg und Monsignore Austen bedanken sich bei den Spendern

"Ich freue mich gigantisch, dass die Ausstellung in Paderborn so toll gelaufen ist und dass so viele Besucher eine Spende gegeben haben. Danke an alle, die dazu beigetragen haben, dass wir großartige 24.000 Euro zusammenbekommen haben", sagte Udo Lindenberg.

Die Ausstellung Udo's 10 Gebote in der Gaukirche 2017. Foto: Patrick Kleibold"Im Wohnhaus Johanna erfahren Frauen gelebte christliche Nächstenliebe. Nach schwierigen Ereignissen, Brüchen oder psychischen Erkrankungen können sie nur durch Solidarität und kompetente Begleitung, Perspektiven für neue Schritte in ihrem Leben finden. Wir danken allen Unterstützern für ihre Großherzigkeit und wünschen den Frauen Ermutigung aus der Botschaft des Weihnachtsfestes, die sie auch im neuen Jahr stärken kann", sagte der Generalsekretär des Bonifatiuswerkes, Monsignore Georg Austen.

Das Wohnhaus "Johanna" in Hamburg wird vom Sozialdienst katholischer Frauen in Hamburg betrieben. (pk)

Originalmeldung hier.

Fotos von Patrick Kleibold

JOHANNA - Wohngruppenbereich erhält Spende

We can do it!– die Spendenintiative von Catherine Nail Collection GmbH spendet 2000 € für JOHANNA –Wohngruppenbereich für ein neues Sofa für eine der neuen Wohngruppen.

Die Bewohnerinnen und Mitarbeiterinnen freuen sich sehr über das Weihnachtsgeschenk.